• Schokolade ist Gift

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Achtung bei vierbeinigen Naschkatzen und Leckermäulern: Schokolade ist Gift

Leider kommt es immer wieder vor, dass sich Hund oder Katze durch Süßigkeiten aus Schokolade lebensbedrohlich vergiften. Viele wissen es bereits: Kakao wirkt auf unsere Haustiere mehr als anregend, nämlich hoch erregend bis tödlich. Weil Katzen sich aus Süßem nichts machen, sind sie weniger gefährdet als Hunde. An dieser Stelle klären wir auf, was genau so riskant am Schokostück ist, woran Sie eine Vergiftung erkennen können und was dann schnellstens zu tun ist.

Was und wie viel an Schokolade giftig ist

Typische Schokolade besteht zu einem großen Anteil aus Kakao, das heißt der zu Pulver gemahlenen Kakaobohne. Deren Fett, die Kakaobutter, kommt noch hinzu. Im dunkelbraunen Kakaopulver enthalten sind Theobromin und geringere Mengen an Koffein, Alkaloide und auch strukturell miteinander verwandte Stoffe (Methylxanthine). Für uns „nur“ anregend und stimmungsaufhellend in der Wirkung, können weder Hund noch Katze diese Stoffe schnell genug in der Leber abbauen. Ihnen fehlt, wie vielen anderen Tieren, das spezielle Enzym dazu (außer Menschen besitzen auch Ratten und Mäuse ein solches). Sie zeigen daher starke Über-Erregung mit Störungen des Herz-Kreislauf-Systems, ansteigend mit der Dosis und Zeit. 

Ab 20 Milligramm Theobromin je Kilogramm Körpergewicht ist mit Symptomen zu rechnen, als potenziell tödlich gelten schon 100 bis 200 mg pro kg. Dies ist allerdings altersabhängig und individuell recht unterschiedlich. Katzen sind zudem empfindlicher als Hunde. 

Der Gehalt an diesen Stimulanzien des Nervensystems variiert. Im Rohstoff wie im Endprodukt. 100 Gramm Kakaobohnen weisen zwischen 1 und 2,5 Prozent Theobromin auf, an Koffein sind es etwa 100 bis 200 Milligramm. Bei der Verarbeitung ändern sich die Mengen und in der Schokolade sind die Konzentrationen dann erneut unterschiedlich, je nach Rezeptur. 

Generell gilt: je dunkler die Schokolade, desto tiergefährlicher.

Weiße Schokolade ist zwar extrem süß, in puncto Theobrominvergiftung aber nicht verdächtig: etwa 0,01 Milligramm je Gramm (eine durchschnittliche Tafel wiegt 100 Gramm). Milchschokolade dagegen schon eher: rund 2 mg/g. Dann steigt das Risiko in der Reihe über Zartbitter- (6 mg/g), Bitter- (15 mg/g) oder Herrenschokolade bis zu sehr dunklen Sorten und 70 bis 90 Prozent Kakaogehalt. Reines Kakaopulver hat mit etwa 15 bis 30 mg/g logischerweise den höchsten Theobrominanteil. Nun ist ein wenig Rechnen und Daumenschätzung gefragt. Als Merkformel für die konkrete Vorstellung lässt sich sagen: 

Eine Tafel Zartbitter kann schon einen Hausgenossen von 6 Kilogramm töten, eine Bitterschokoladentafel einen 15-Kilo-Hund. Zumindest sind bleibende Schäden zu befürchten.

Wie sich eine Schokoladenvergiftung bemerkbar macht

Leider wird praktisch die gesamte Menge der gefressenen Alkaloide vom Tierkörper aufgenommen. Koffein gelangt dabei vom Darm aus doppelt so schnell ins Blut wie Theobromin. Die ersten Symptome können so schon recht kurz (2 Stunden) nach dem „Naschen“ auftreten. Typisch allerdings ist eine Spanne von vier bis 12 Stunden später. 
Folgende Zeichen, in dosisabhängiger und zeitlicher Reihenfolge, weisen auf den Ablauf einer Vergiftung hin:

  • übermäßiger Durst, Durchfall, Erbrechen, Blähungen
  • Herz-Kreislauf-Wirkungen kommen hinzu: Unruhe, Hecheln, Temperaturerhöhung, Herzrasen oder auch das Gegenteil, blaue Schleimhäute, Nervosität bis Rastlosigkeit, Zittern
  • Nervenwirkungen kommen hinzu: Zuckungen, Gangstörungen, Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen bis zum Koma

Herzrhythmus-Störungen sind meistens der Grund für einen Todesfall. Und auch diese Folge kann innerhalb von 12 bis 36 Stunden eintreten. Daher ist Eile geboten! Mehrere Gaben über Tage oder noch länger können letztlich zu Herzversagen führen. Wie schon ausgeführt, unsere Hausgenossen können die Stoffe nur sehr langsam abbauen, immer mal wieder ein kleines Häppchen addiert sich so zur tödlichen Dosis. Mindestens aber leidet die Leber über das gesunde Maß.

Was Sie im Falle eines Falles tun sollten

Sobald Sie einigermaßen sicher sind, Ihr Haustier hat Schokolade gefressen, kontaktieren Sie schnellstmöglich Ihren Tierarzt oder den Notdienst einer Tierklinik. Haben Sie keine Zweifel am Schokoladenverzehr, warten Sie nicht auf die ersten Symptome. Achtung wichtig: Machen Sie möglichst genaue Angaben, wann und wie viel von welchem Kakaogehalt (Schokoladensorte) Ihr Hund oder Ihre Katze zu sich genommen hat. Und nennen Sie das Körpergewicht des Vierbeiners. Der Tierarzt kann damit sofort beurteilen, wie ernst und dringlich der Fall ist. Letztlich hängt davon auch ab, welche Maßnahmen wann sinnvoll sind.

Was Tierärzte tun können

Dafür gibt es gewissermaßen einen Stufenplan ohne spezielles Gegenmittel. Zunächst ist Ziel, so viel Theobromin wie möglich auszuschleusen (Dekontamination). Daher ist es so wichtig, schnell einzuschätzen, wie weit fortgeschritten und wie stark die Vergiftung ist, um das Tier nicht unnötig zu belasten.

Ist das Geschehen nicht mehr als zwei Stunden her, hat Ihr Sorgentier womöglich noch nichts ins Blut aufgenommen. Gut: Ein großer Teil der Gefahrstoffe befindet sich noch im Magen. So kann ein injiziertes „Brechmittel“ (Emetikum) Katze oder Hund helfen, das Gift schnellstens loszuwerden. Hunde erhalten zum Beispiel den Wirkstoff Apomorphin, Katzen Xylazin. 

Gegen bereits im Darm befindliches Theobromin und Koffein gibt der Tierarzt dem Patienten zusätzlich Aktivkohle ein. Medizinische Kohle bindet ganz allgemein Gifte auf dem Weg vom Magen bis zum After.

Anders sieht es aus, wenn bereits Vergiftungssymptome vorliegen. Falls der Vergiftete nicht mehr in der Lage ist zu erbrechen, kann der Tierarzt unter Narkose eine Magenspülung durchführen. Außerdem wird er über eine Infusion die Giftausscheidung über die Niere fördern und Mittel gegen die Herz-Kreislauf-Störungen (Antiarrhythmika) und/oder Krämpfe (Antikonvulsiva) einsetzen. Ziel ist die Stabilisierung. 

Die Gifte entschärfen muss die Leber leider allein. Das kann auch ein, zwei Tage dauern. Denn: Die Halbwertszeit für Theobromin liegt für Hunde bei über 17 Stunden, dann ist erst die Hälfte geschafft. Möglicherweise muss der Patient dafür stationär in eine Tierklinik und dort intensivmedizinisch behandelt werden. 

Je früher der Tiermediziner eingreifen kann, desto besser stehen die Chancen, dass Ihr Stubentiger oder Ihre Fellnase ohne Blessuren oder zumindest glimpflich davon kommt.

Fazit: Pfoten weg von Schokolade

Nein, ein kleines Stück bringt den ausgewachsenen gesunden Hund oder die Katze wahrscheinlich nicht gleich um. Doch Kakao ist für die allermeisten Tiere Lebergift und lässt Nerven wie Herz heftig überreagieren. Gut tut es in keinem Falle. Und schlimm kann es werden, wenn das Bisschen eine 100-Gramm-Tafel wird – in einem Stück oder in Tageshäppchen. Sie wissen es längst, aber auch andere im Umgang mit Ihrem Tier müssen Sorge tragen, dass Kakao, Schokolade und anderes Kakaohaltiges unerreichbar bleibt. Ist es doch passiert: schnellstmöglich mit Tier und Schokopackung zum Tierarzt. 

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Durch hohes Patientenaufkommen kann es im Notdienst zu sehr langen Wartezeiten kommen.

An welchen Tagen wir im Notdienst anwesend sind, entnehmen Sie bitte folgender Übersicht:

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Samstag Sa
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