• Tollwut

Liebe Kunden,

da es in der aktuellen Situation vermehrt zu ungeplanten Ausfällen (z.B.: auch bei „nicht Krankheit“ angeordnete „Quarantäne“) unserer Mitarbeiter kommen kann, ist in den kommenden Monaten mit längeren Wartezeiten (vor allem auch im Notdienst), sowie kurzfristigen Terminänderungen bzw. Terminabsagen zu rechnen. Wir werden versuchen den Betrieb soweit als möglich aufrecht zu erhalten. Wir bitten um ihr Verständnis.

Ihr Team der Kleintierklinik Frankenthal

+++ 23. Oktober 2020 +++

Liebe Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer,

aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung müssen wir Sie darauf hinweisen, dass nur eine Person mit dem tierischen Patienten zum Termin kommen kann. Wir müssen darüber hinaus Ihre Kontaktdaten erfassen, bevor eine Behandlung erfolgen kann.

Hinweis lesen

Tollwutimpfung für Katzen, Hunde sowie Frettchen

Die lebensbedrohliche Infektionskrankheit Tollwut (medizinisch: Rabies) wird durch das Rabies-Virus (lat.: rabere = toben, wüten, beziehungsweise toll sein) übertragen. Sie führt beim Haustier wie auch beim Menschen in den meisten Fällen zum Tod. Umso wichtiger ist eine Impfung gegen die Erkrankung. Sie schützt nicht nur das Tier, sondern auch den Menschen im Falle einer Übertragung. Ein Tierbesitzer kann sich beim eigenen infizierten Tier anstecken und in dem Fall ebenso lebensbedrohlich erkranken.

Verlauf einer Tollwuterkrankung

Die Übertragung des Virus erfolgt über den Speichel eines infizierten Tieres. Meist geschieht dies bei einem Biss, aber auch Kratzwunden sowie die Schleimhäute im Bereich von Mund, Nase und Augen sind als Übertragungswege möglich. Entgegen häufiger Befürchtungen führen normale Berührungen, wie das Streicheln des Tieres, nicht zu einer Ansteckung.

Zunächst vermehrt sich der Erreger unmittelbar an der sogenannten Eintrittsstelle. Von dort aus wandert er weiter, bis er in den Bereich des zentralen Nervensystems gelangt. Hier zeigen sich zu Beginn eher Symptome, die nicht eindeutiger Natur sind, beispielsweise Fieber oder ein allgemeines Unwohlsein. Im weiteren Verlauf kommt es zu einem Zustand der Verwirrtheit, starken Erregungszuständen sowie zu aggressiven Verhaltensweisen. Diese Symptome basieren auf einer fortschreitenden Entzündung des Gehirns und lassen sich nicht kausal behandeln.

Der Zeitraum zwischen der erfolgten Ansteckung und dem eigentlichen Ausbruch der Erkrankung (Inkubationszeit) dauert meist einige Wochen, im Durchschnitt vier bis zwölf. In manchen Fällen können aber auch nur wenige Tage oder ein ganzes Jahr vergehen, bis es zu ersten Symptomen kommt. Die Stelle des Bisses beeinflusst die Schnelligkeit des Krankheitsausbruchs. Gesichtsnahe Stellen führen schneller dazu als beispielsweise Bisse an den Beinen. Wenn die ersten Symptome in Erscheinung treten, dauert es meist etwa zwei Wochen bis zum Eintreten des Todes.

Gründe für die Impfung

Auch wenn in Deutschland gegenwärtig keine Tollwutfälle verzeichnet sind, bedeutet dies noch nicht, dass eine Impfung verzichtbar ist. Viele häufig besuchte Urlaubsländer haben nach wie vor mit einer Vielzahl an streunenden Tieren zu tun. Wenn entsprechende Tiere nach Deutschland kommen, die keinen Impfschutz aufweisen oder erkrankt sind, besteht durchaus eine Infektionsgefahr auch für heimische Haustiere.

Das deutsche Tierseuchengesetz (TierSG) schreibt eine Tollwutimpfung bei Hunden, Katzen und Frettchen nicht vor. Empfehlenswert bleibt sie dennoch, um das Freigänger-Tier bestmöglich zu schützen. Auch die Absicherung für den Urlaub mit Haustier, bei dem eine Impfpflicht besteht, wird so zeitnah gewährleistet.

Zeitraum von Impfung und Auffrischung

Der ideale Zeitpunkt für die Impfung von Hunden ist das Welpenalter. Das Tier erhält rund um die 12. Lebenswoche die erste Impfung. Damit eine sichere Grundimmunisierung gewährleistet ist, muss nach weiteren vier Wochen ein zweites Mal geimpft werden. Eine Auffrischung wird jährlich, mindestens jedoch alle drei Jahre empfohlen.

Bei Katzen ist das Alter für die erste Impfung 16 Wochen. Auch hier ist ein erneutes Impfen nach vier Wochen erforderlich, um den Impfschutz zu vervollständigen und eine Grundimmunisierung zu ermöglichen. Auffrischungstermine sind wie beim Hund in jährlichem Rhythmus oder jeweils nach drei Jahren.

Frettchen werden ebenfalls im Welpenalter geimpft, in der Regel nach der zehnten Woche. Nach vier Wochen wird die zweite Impfung verabreicht. Im weiteren Verlauf ist eine jährliche Impfung sinnvoll, idealerweise vor dem Zeitpunkt der Ranz (Geschlechtsreife).

Verbreitung der Tollwut

In Deutschland sind Tollwuterkrankungen zum Glück extrem selten geworden, können aber dennoch prinzipiell wieder vorkommen. Als Überträger kommen unter den Wildtieren theoretisch alle Tiere infrage. Faktisch ist die Empfänglichkeit für das Virus bei den jeweiligen Tierarten sehr verschieden. In den meisten Fällen, auch in Rheinland-Pfalz, waren es Füchse, die Tollwut übertragen haben.

Während es noch vor etwa 15 Jahren um die 5000 gelistete Fälle von Tollwut jährliche in Deutschland gab, wurde seit 2008 kein Fall mehr bekannt. Dies ist ausschließlich einem sehr konsequenten Impfschutz zu verdanken, der das Eindämmen der Infektionskrankheit ermöglicht. Auch eine Impfaktion bei den wild lebenden Füchsen in Form von Wildköder-Schluckimpfung sorgte für die Eindämmung.

Rheinland-Pfalz testet weiterhin in jedem Jahr um die 500 Füchse, um einen Tollwutausbruch frühzeitig zu erkennen. Ein Aufrechterhalten der Impfung bei Freigänger-Tieren und allen Tieren, die mit ihnen zusammenleben, ist weiterhin wesentlich, um den guten Status quo aufrechterhalten zu können.

Möglichkeiten nach Kontakt mit einem betroffenen Tier

Leider gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Möglichkeiten, eine Tollwuterkrankung medizinisch zu behandeln. Wer Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier hatte und gebissen wurde, sollte zunächst die Wunde wenigstens 15 Minuten lang sehr gründlich auswaschen, wenn möglich mit einer Jodlösung. Weiterhin muss umgehend ein Arzt beziehungsweise ein Krankenhaus aufgesucht werden. Das gilt nach einem Biss auch für Menschen, die bereits geimpft wurden.

Noch nicht geimpfte Menschen erhalten eine sogenannte postexpositionelle Prophylaxe. Dabei handelt es sich um eine Impfung im Nachhinein, die so zeitnah wie möglich um die Stelle des Bisses herum und zusätzlich in den Oberarm gegeben wird. Je nach Bedarf erfolgt zusätzlich eine Tetanus-Impfung sowie eine Behandlung mit einem Antibiotikum.

Es sind nur sehr wenige Einzelfälle bekannt, in denen erst nach dem Auftreten von Symptomen von einem Überleben der Tollwut berichtet wurde. Dem voraus gingen jeweils intensivmedizinische Behandlungswege auf experimenteller Basis. Die Patienten überlebten zwar, hatten jedoch erhebliche dauerhafte Schädigungen des Gehirns.

Wenn eine Tollwuterkrankung nachgewiesen wird, können lediglich die Symptome medikamentös gelindert werden. Ein Aufhalten der Erkrankung ist derzeit nicht möglich. Umso wichtiger ist die Impfung gegen Tollwut. Sie schützt nicht vor dem Virus, jedoch vor dem tödlichen Verlauf und generell vor der Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung.

Impfschutz bei Reisen mit dem Haustier

Wer sein Haustier in den Urlaub mitnehmen möchte, muss innerhalb der EU eine gültige Tollwutimpfung für das Tier vorweisen können. Damit soll gewährleistet werden, dass eine Erkrankung nicht übersehen wird und Hund, Katze oder Frettchen eine eventuelle Tollwut nicht in ein anderes Land verschleppen. Die Gefahr der dortigen Verbreitung wäre zu groß und kann durch eine einfache Tollwutimpfung vermieden werden. Entscheidend ist im Falle einer Reise der Zeitraum der Impfung. Sie muss mindestens 21 Tage vor Reiseantritt vorgenommen worden sein. Weiterhin benötigen Hund, Katze und Frettchen noch vor der Impfung eine Haustierkennzeichnung. Sie ist bei internationalen Reisen vorgeschrieben und ermöglicht das eindeutige Identifizieren des Tieres auch im Urlaub. Die Tollwutimpfung im Ausland wird nur dann anerkannt, wenn das Haustier bereits vorher gekennzeichnet wurde. Der Nachweis über die Impfung wird vom Tierarzt in den Heimtierausweis eingetragen.

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Beindersheimer Str. 77
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Tel. 06233 770820
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