• Leptospirose beim Hund

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Leptospirose beim Hund: den Vierbeiner durch eine Impfung schützen

Was gibt es Schöneres als einen Ausflug mit dem geliebten Vierbeiner an den See, wo Ihr Hund ausgelassen planschen kann? Doch aufgepasst: Im Wasser lauern nicht selten Leptospiren. Dabei handelt es sich um Bakterien, die eine gefährliche Infektionskrankheit hervorrufen können, die Leptospirose. 

Leptospirose – Gefahr für Hund und Mensch

Leptospiren sind fadenförmige Bakterien, die es gerne warm und feucht haben. Sie sind weltweit verbreitet, am meisten in tropischen Gebieten. Doch auch in Mitteleuropa tritt die Leptospirose auf, vor allem in den Sommer- und Herbstmonaten. Die Bakterien lassen sich in diverse Unterarten, sogenannte Serovare, einteilen. Verschiedene Wildtiere sind hierzulande Träger, darunter Mäuse, Ratten, Marder und Igel. Diese scheiden die Erreger über den Urin aus und kontaminieren dadurch Gewässer. Ein großes Risiko geht von stehenden und langsam fließenden Gewässern aus. Hunde können sich infizieren, indem sie in dem Wasser baden gehen oder aus verseuchten Pfützen und Tümpeln trinken. Über Wunden und Schleimhäute gelangen die Bakterien dann in die Blutlaufbahn und nach einer Inkubationszeit von fünf bis sieben Tagen zeigen sich die ersten Symptome. 

Welche Symptome treten auf und wie wird die Krankheit behandelt?

Die Leptospiren dringen in verschiedene Organe ein und führen zu einer Entzündung im Körper. Zu den typischen Symptomen zählen:

  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Durchfall und Erbrechen
  • Fieber
  • Muskelschmerzen
  • Vermehrtes Trinken und Urinieren (im späteren Verlauf keine Harnproduktion mehr)
  • Atemprobleme

Gehen Sie bei ersten Anzeichen möglichst schnell zum Tierarzt, da die Krankheit unbehandelt zu Langzeitschäden oder gar zum Tod führen kann. Der Tierarzt wird Ihren Hund genau untersuchen. Um mit Sicherheit eine konkrete Diagnose stellen zu können, müssen hierbei mehrere Testverfahren kombiniert werden. Leider kommen die Ergebnisse der Diagnose meist spät (in der Regel nach ca. 2 Wochen), daher sollte unbedingt schon bei Verdacht mit der Behandlung begonnen werden. 

Eine Leptospirose äußert sich oft in Form von Leber- und Lungenproblemen. Ebenso kann eine akute Niereninsuffizienz vorliegen. Behandelt wird der vierbeinige Patient mit Antibiotika über eine Dauer von mindestens zwei Wochen. Teilweise kommen zudem Schmerzmittel, Infusionen und Medikamente gegen Übelkeit zum Einsatz. Hat Ihr Liebling Atemprobleme, kann ihm über eine Atemsonde Sauerstoff verabreicht werden. Bei einer Niereninsuffizienz ist manchmal eine Dialysebehandlung notwendig. Während manche Tiere nach wenigen Tagen genesen, dauert die Behandlung bei schwere Fällen von Leptospirose mehrere Wochen, wobei 10 bis 50 % der Tiere an der Erkrankung sterben. 

Übertragung auf den Menschen

Die Leptospirose gilt als Zoonose, das heißt, sie kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Jedes Jahr erkranken daran in Deutschland zwischen 40 und 160 Menschen. Dabei ähnelt der Krankheitsverlauf dem bei Hunden und es werden ähnliche Organe befallen. Auch beim Menschen kann Leptospirose zum Tod führen. Aus diesem Grund ist die Krankheit nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig.

Schützen Sie Ihren Liebling mit einer Impfung gegen Leptospirose

Da Leptospirose ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko für Hunde und deren Besitzer darstellt und im schlimmsten Fall tödlich verlaufen kann, ist ein ausreichender Impfschutz von großer Bedeutung. Bis vor einigen Jahren waren nur Impfstoffe gegen zwei der Erregervarianten (Serovare) erhältlich. Mittlerweile gibt es zum Glück Impfungen, die Ihren Vierbeiner gegen drei beziehungsweise vier Serovare schützen. Damit ist er gegen die wichtigsten Erregertypen in Europa immunisiert. 
Der Impfstoff bewirkt, dass der Hund Antikörper gegen die Bakterien bildet, und damit vor einer Erkrankung gefeit ist. Gleichzeitig verhindert die Impfung das Ausscheiden von Leptospiren über den Urin, wodurch Menschen und andere Tiere geschützt werden. Deshalb gehört die Leptospirose-Impfung zu den Core-Impfungen und gilt somit als verpflichtend. Jeder Hund in Deutschland, egal welchen Alters, sollte gemäß der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) gegen Leptospirose geschützt sein. 

Wann und wie oft muss geimpft werden?

Die Grundimmunisierung umfasst drei Impfungen: Eine erste erfolgt etwa in der achten Woche, eine zweite ist im Abstand von zwei bis vier Wochen nötig. Nach einem Jahr bekommt der Hund dann die dritte Impfung. Anschließend wird die Leptospirose-Impfung einmal jährlich aufgefrischt, am besten im Frühjahr, damit Ihr Vierbeiner im Sommer und Herbst bestens geschützt ist. Wurde das Impfintervall von einem Jahr deutlich überschritten, ist es ratsam, erneut eine Grundimmunisierung vorzunehmen. Bei sehr hoher Ansteckungsgefahr, beispielsweise im Fall von Jagdhunden, ist eine halbjährliche Auffrischung empfehlenswert. Auch Hunde, die bereits eine Leptospirose-Infektion durchgemacht haben, sind nicht immun und müssen ebenfalls geimpft werden.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Wie bei jeder Impfung können bei der Leptospirose-Impfung Nebenwirkungen auftreten. Hierzu zählen häufig leichte Schwellungen an der Einstichstelle. Ebenso kann es zu einer erhöhten Körpertemperatur kommen. Zu den typischen Reaktionen auf die Leptospirose-Impfung gehören ebenso Juckreiz und Durchfall. Sehr selten treten allergische Reaktionen auf. 
Trotz dieser teilweise unangenehmen Nebenwirkungen, sollte auf die Immunisierung keinesfalls verzichtet werden. In Anbetracht der Gefahr für Hund und Mensch durch eine Leptospirose-Infektion überwiegen die Vorteile einer Impfung deutlich.

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An welchen Tagen wir im Notdienst anwesend sind, entnehmen Sie bitte folgender Übersicht:

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Donnerstag Do
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Samstag Sa
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Hamster Teddy

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